Dienstag, 22. November 2011

Betreuungsgeld

Liebe CSU,
entgegen aller Unkenrufen beweist ihr mit dem Betreuungsgeld wieder einmal euer Herz für ALG II - Empfängerinnen und Mütter muslimischen Glaubens. Für berufstätige deutsche Mütter ist dieses Betreuungsgeld ja weniger interessant, weil diese Schlampen oft gleich nach der Geburt schon wieder, zumindest halbtags, arbeiten wollen. Für moslemische Mütter ist es hingegen ein guter Anreiz, ihre Kinder in die Koranschule nebenan zu schicken, wo sie die Freuden arabischen Versmaßes kennen lernen, anstatt in einer deutschen Krabbelstube unsinnigerweise Bauklötze übereinander zu türmen und bereits in diesen jungen Jahren in den Strudel der Lego-abhängigkeit zu geraten.
Schade hingegen, dass das Betreuungsgeld nur für kleine Kinder gedacht ist. Haben Sie jemals überlegt, wie wichtig es auch für Schulkinder ist, anstatt in die Schule zu gehen, vielleicht zuhause von der Mutter betreut oder von ihr zum Bier oder Zigaretten holen geschickt zu werden. Wäre es nicht sinnvoller, bei dem Zustand und den hohen Kosten unserer heutigen Schulen, den Eltern Geld zu geben wenn sie ihre Kinder nicht zur Schule schicken, sondern zuhause mit häuslichen Arbeiten beschäftigen?
Auch könnten unsere reicheren Mitbürger, die nicht über die Dummheit verfügen ihre Kinder nicht zu beschulen oder in Fördereinrichtungen zu schicken endlich wieder den schulischen Vorsprung geniesen, der ihnen gebührt und die doch sehr spärlichen Plätze an Universitäten und Hochschulen und bei attraktiven Berufen gewinnen, während man andererseits wieder genügend Arbeiter für die leichteren und eher dienenden Tätigkeiten zur Verfügung hat.
Mit freundlichem Gruß

Freitag, 4. November 2011

Stronghold 3

Liebe Programmierer des Firefly-Studios,

wie viele meiner treuen Leser schon seit meinem Kommentar zum Spiel "Dungeons" wissen, bin ich ein eifriger Beobachter der Computerspielscene - natürlich NICHT um selbst zu spielen, Göttin bewahre. Mit diesem Teufelszeug spiele ich nur mit Ekel und Argwohn und auch nur, um die schädlichen Auswirkungen auf unsere Jugend zu testen.

Daher bin ich immer erfreut, wenn es einem Spiel gelungen ist, der Jugend die Schädlichkeit des Computerspiels aufzuzeigen und hier denke ich, habe ich ein hervorragendes Beispiel in Ihrem Spiel Stronghold 3 gefunden. Wenn es einen auchndepp-award geben sollte, dann sei er Ihnen hiermit überreicht.

Der Gedanke alleine macht mir Freude, dass ein Jugendlicher oder ein Kind, das eigentlich vor seinen Schulbüchern sitzen und zur Finanzierung meiner Rente lernen und sich ausbilden sollte, dieses Spiel begeistert kauft und dann gespannt installiert.
Nun, dann installiert sich nicht das Spiel, sondern Steam und damit kann man das Spiel downloaden. Eine großartige Idee, dies nur ganz kleingedruckt auf der Hülle zu erwähnen. Auf meinem Notebook ging damit schonmal nichts - der hat zwar Internet, aber eben nicht überall, wo ich spielen will. Eine lustige 3stündige Ladezeit auf meinem Home-PC mit "DSL halbe" wartete auf mich und ich amüsierte mich inzwischen bei dem Gedanken an hysterisch kreischende Jungs, die sich auf den Spieleabend gefreut haben und stattdessen einen ekligen Downloadabend mitgekauft haben. Klasse Gag der mich sehr gefreut - und natürlich in keinster Weise geärgert hat, weil es mir ja nicht ums spielen ging - das sagte ich ja schon.

Es erwartete mich dann eine lange Startzeit des Spiels - ok, mein Computer sollte endlich ausgemistet werden - und dannach:
Eine Klötzchengrafik wie in der guten alten Zeit. Erinnerungen wurden wach, als ich selbst noch computersüchtig war, bevor ich in der Anstalt davon geheilt wurde - also vor gut 15 Jahren. Größere Gebäude waren zwar immer noch gut zu erkennen, aber Tiere oder Symbole über den Häusern weder mit noch ohne Brille. Ich hoffe, den Kids gehts genauso.

Ein Tutorial bei dem ich dachte: Ach, wars das
und danach ein Schwierigkeitsgrad bei dem ich mir ganz gehässig vorstellen kann, wie die Kids nach der Schule gut gelaunt ein Spiel beginnen und nach 15 Minuten eifrig klickend und vor Wut schreiend vor dem PC sitzen und spätestens nach 30 Minuten endlich mit den Hausaufgaben beginnen.

Hab ich schon die Grafik erwähnt! Das muß ich unbedingt mehrmals tun. OK, die 3D-Grafik hättet ihr euch als Verbesserung schenken können. Ich hätte das Spiel an eurer Stelle eher so im alten Pack-Man-Stil gemacht. Das hätte auch genügt.

Nach wenigen Minuten Spiel stellt man fest, daß man eigentlich Stronghold 1 mit schlechterer Grafik und extra hineinprogrammierten Bugs gekauft hat. Das Programmieren der Bugs scheint also die Hauptschwierigkeit bei der Erstellung des Spiels gewesen zu sein. Ihr habt das gut hingekriegt. Alle Achtung! So kriegt man die Kids wieder reumütig zur Schule zurück!

Meine Empfehlung an alle Eltern, die noch ein Geschenk für Weihnachten suchen, aber nicht wollen, daß ihre Kids zu lange vor dem PC hocken - oder für die Kids, die etwas ausgefressen haben und denen ihrs mal so richtig zeigen wollt.
Schlecht für Nachbarn, die sich an den lärmenden Kids rächen wollen. Klappt zwar eigentlich und löst Wut aus, aber ihr habt sie dann bald wieder vor der Tür und vielleicht lauter als vorher.
Für Onkel und Tanten eine hervorragende Geschenkidee. Eigentlich die Beste, seit die Absicht mit dem geschenkten Schlagzeug durchschaut worden ist.

Nachteil ist aber, daß mit Stronhold 3 auch Stronghold 1 mitgekauft wurde. Okay, die Kids werden schön verarscht, wenn sie sehen, was die Programmierer für Arbeit geleistet haben, dasselbe Spiel zu verschlechtern und nochmal zu verkaufen. Aber unter Umständen fangen die Kids an Stronghold 1 zu spielen und das wäre dann doch schlecht.

Mittwoch, 2. November 2011

Volksentscheid in Griechenland

Sehr geehrter Herr Papandreou,

Ihre Entscheidung, das Volk über die Finanzhilfen aus Europa entscheiden zu lassen, war längst überfällig. Es wurde Zeit, daß endlich die Politiker einen Ausweg aus ihrer Verantwortlichkeit finden, um diese dem Volk anzu... zu übergeben. Denn dort gehört sie auch hin. Wer hat denn die Politiker gewählt, die das Land in die Krise geführt und Europa betrogen haben: das Volk! Und wer hat das noch nicht begriffen? Das Volk! Und wie kann man ihnen das endlich aufs Brot schmieren: durch einen Volksentscheid!

Die Wahl zwischen Skylla und Charybdis dürfte doch gerade bei den Griechen bekannt sein. Und gerade im Mittelalter hat es sich doch über Jahrhunderte bewährt, dem vermutlich Kriminellen bei der Hinrichtung sagen zu können: "Was regst du dich so auf. Du hast doch die Tat gestanden!"

Dasselbe kann man dann endlich mit den Griechen machen. Dumme Protestierer! Sollen endlich damit aufhören und ihre Schuld tragen. Wir lassen Sie entscheiden: Willst du erschossen oder zu Tode gefoltert werden? Dann kann man bei der Hinrichtung sagen: Was regst du dich auf.....

Oder lautet der Volksentscheid gar: Was sollen wir mit unseren früheren Präsidenten machen?......

Bestimmt wird die Welt auch zusehen, ob Griechenland Europa und Europa dann den Rest der Welt in den Strudel mitreist. Bestimmt hat noch keine Regierung dieser Welt darüber nachgedacht, ob nicht eine Militärdiktatur in Griechenland für eine bestimmte Zeit....
Bestimmt warten alle geduldig ab. Schließlich hat Griechenland die Welt kulturell geprägt und groß gemacht. Da darf es sie jetzt auch ruinieren.

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Erdbebenopfer in der Türkei

Liebe Medien,
vielen Dank für die Berichterstattung über das Erdbeben in der Türkei.
Ich vermisse jedoch die allseits beliebte Aussage: "...unter den Opfern waren auch Frauen und Kinder"
Dürfen wir erfreut vermuten, daß diesmal nur Männer unter den Toten sind?
Sind Erdbeben endlich gendergerecht gestaltet und berücksichtigen die allgemeine, weltweite Unterdrückung der Frau?
Oder ist es vielmehr so, dass sie sich als Medien erdreisten, Frauen nicht gesondern zu erwähnen und hervorzuheben? Ich würde sofort jede Zeitung abbestellen!

Samstag, 15. Oktober 2011

Münchens dritte Startbahn

Den Nerv der etwa 600 Zuhörer im Saal traf Hartmut Binner, Sprecher des Bündnisses "Aufgemuckt": "Die Staatsregierung plant etwas, das wirklich menschenverachtend ist", erklärte er leidenschaftlich. "Das ist bedingt vorsätzliche Körperverletzung mit Todesfolge."

Sehr geehrter Herr Binner,

die Aussage ist zukunftsweisend. Vorsätzliche Körperverletzung durch die neue Startbahn in München. Ich würde mich Ihnen gerne anschließen oder ich hoffe auf Ihre Unterstützung. Auch ich plane Anzeigen gegen den Staat und verschiedene Firmen:

Anzeige wegen Körperverletzung an alle Autofirmen, auch die Autobesitzer sollte man nicht verschonen. Die Firma Solingen, alle Uhrenhersteller, wegen der durch Stress verursachten Schäden am menschlichen Herzen, die Kaugummihersteller, für jedesmal wo ich mich verschluckt habe (und das war nicht selten!), die Bierhersteller und insbesondere die Brauerei Paulaner, in deren Hand sich meine Stammkneipe befindet, auch Jack Daniels hat seinen Teil am Zustand meiner Leber beigetragen. Weitere Pläne auf Anfrage, auch Vorschläge nehme ich gerne entgegen.
An die Wand mit der Bande!

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Haben die Piraten ein Frauenproblem?

Liebe Spiegelredaktion,

wir schätzen sehr die politische Erfrischung, die in Deutschland zu verspüren ist. Der Geist, der früher einmal die Grünen antrieb. Neues darf gedacht werden, endlich die politischen Autobahnen verlassen, den Rahmen sprengen, politische Pfründe gefährden, endlich ein frischer Wind.
Was erhoffen wir uns nicht alles, von den Piraten, wie sehr hat der Wähler den gewohnten Trott und die Einheitsparteien satt.

Aber natürlich habt ihr Recht: Bei den Frauen hört der Spaß auf! Ab da ist eine Partei nicht mehr wählbar. Das Frauengebet muss gebetet werden. Das wäre ja noch schöner.
Frauenhintern müssen gepudert werden. Zuwenige weibliche Mitglieder? Rollt die roten Teppiche aus, macht es einfacher, rettet sie auf den weißen Schimmeln und ködert sie mit Quoten. Nur 10% Mitglieder? Da kann nur eine 50%ige Vorstandquote helfen. Nur so kann die Zahl der weiblichen Mitglieder auf 11% steigen. Bei 80% Frauen im Vorstand steigt sie schon auf 12%. Mann denke ruhig weiter. Nur am weiblichen Wesen kann die Welt genesen. Wenn die Frau nicht will hat sicher der Mann etwas falsch gemacht. An der Frau kanns nicht liegen, von ihr darf nichts verlangt, ihr muß etwas geboten werden. Fördern, fördern, fördern... nur nicht fordern.

Das gilt selbstverständlich für alle Parteien. Hat die Partei "Die Frauen" eigentlich eine Frauenquote? Wenn nicht, gehört die Partei verboten. Nach oben ist in der Quote jedoch keine Grenzen gesetzt. Auch die Mitgliederzahl darf ruhig 100% betragen. DAS ist endlich eine akzeptable Quote. Warum ist diese Partei eigentlich nicht erfolgreich?

Ihr auchndepp.blogspot.com

Sonntag, 9. Oktober 2011

Friedensnobelpreis an drei Frauen

Sehr geehrtes Nobelpreiskomitee,

zu Ihrer Entscheidung, drei Frauen den Friedensnobelpreis zu verleihen, weil sie "die Position von Frauen" gestärkt und "für die Rechte von Frauen" gekämpft haben, hätte ich noch ein paar Anmerkungen:

Grundsätzlich finde ich es gut, daß Frauen endlich einmal für sich selbst kämpfen, bzw. überhaupt.... eigentlich überhaupt mal kämpfen und dann natürlich nicht für andere, sondern für sich und die eigenen Anliegen. Vorbei die Zeit, als Frauen auf den strahlenden Recken auf dem weißen Schimmel... aber lassen wir das.

Allerdings ist nun natürlich die Befürchtung, daß einige Männer meinen, sie müßten dann ja nicht mehr für die Frauen kämpfen und dem muß man natürlich entgegen treten: Männer dürfen NIEMALS für sich kämpfen. Allenfalls für allgemeine Belange, am Besten aber für die Frauen. So gehört sich das schon seit Jahrhunderten.
"Frauen helfen Frauen" heißt ein Verein. Aber niemals "Männer helfen Männer", NEIN, "Männer GEGEN Männergewalt" darf der Verein heißen - aber nicht gegen Gewalt an Männern, sondern gegen Gewalt gegen Frauen - also eigentlich "Männer für Frauen gegen Männergewalt e.V." (was sie sich aber bei der Gründung wohl nicht getraut haben zu schreiben).

Nun aber noch ein größerer Kritikpunkt: Die Begründung der Entscheidung des Komitees könnte einige dumme Personen auf falsche Gedanken bringen. Oder lautet die Botschaft des Komitees, daß es genügt, für eigene Belange einzutreten, um den Nobelpreis zu bekommen? Dies wäre dann tatsächlich eine revolutionäre und interessante Neuerung.

Der nächste Nobelpreis an die NPD, weil sie so vehement für die Belange der Deutschen kämpft?
Friedensnobelpreis für eine Gruppierung jüdischer Siedler, weil sie so engagiert für die Belange jüdischer Siedler eintritt?
Friedensnobelpreis für Gaddhafi, weil er so ausdauernd die Belange seiner Familie vertritt?

Denken wir doch mal darüber nach
Ihr auchndepp.blogspot.com

Sonntag, 2. Oktober 2011

Mutter und Kind auf der Flucht

... Denn deutsche Gerichte werfen Kristina C. vor, ihren Sohn Maximilian entführt zu haben. Angezeigt hat sie ihr eigener Ehemann. George C., der Vater des Jungen....
Denn George C. will, dass Ehefrau und Kind endlich zu ihm zurückkommen. Weil sich Kristina C. bis heute weigert, ist die Situation inzwischen eskaliert: Ihr Ehemann zeigte sie wegen Kindesentführung an und fordert nach dem Haager Übereinkommen die sofortige Rückführung seines Sohnes. „Als ich gehört habe, was George plant, war eine unglaubliche Fassungslosigkeit in mir“, erzählt Kristina. „Wie kann er uns zwingen, in dem Land zu leben, in dem ich jahrelang unglücklich war. Wie kann er Max und mir das antun?“....
 Sehr geehrte Kristina C., sehr geehrte Bild-Zeitungsredaktion,

Ja, darf denn eine Mutter nicht ihr eigenes Kind entführen wie sie will? Wie weit ist es schon gekommen, daß auch für liebende Mütter Gesetze gelten? Ein Vater hat doch nur den Samen und hinterher das Geld zu liefern. Das ist seine evolutionäre Bestimmung. Außer natürlich, die Mutter ist emanzipiert und will Karriere. Dann hat der Vater den inneren, eingebauten Schalter umzulegen und total das Kind zu lieben und alles andere zu vergessen - bis die Mutter sich anders besinnt, weil die Scheidung ansteht und der Vater das Einkommen der Scheidungsfrau sichern muß oder die Karriere als Tengelmann-Verkäuferin doch nicht so prickelnd war. Aber dafür gibt es ja den inneren Schalter!
Nur eine Mutter kann ihr Kind so lieben, daß ihr jede andere Beziehung des Kindes am Arsch vorbeigeht. Halten Sie durch!

Sonntag, 18. September 2011

Vor Gericht wegen Zündelei

Feuerwerkskörper verkaufte eine Freilassingerin einem Neunjährigen. Weil der sich damit verletzte, musste sich die 40-jährige vor Gericht verantworten

LAUFEN. Der Neunjährige wusste, dass er die Feuerwerkskörper eigentlich nicht bekommen dürfte.....
Da sich der Bub darauf mit den Feuerwerkskörpern verletzte, stand die Freilassingerin nun vor dem Laufener Amtsrichter. Der aber sprach sie vom Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung frei....
In diesem Fall komme vor allem auch die „fehlerhafte Verwendung“ der Feuerwerkskörper dazu. Deshalb lautete sein Urteil „Freispruch““

Sehr geehrter Richter, sehr geehrte Redaktion, (der Artikel ist nicht online zu lesen, daher die Zitate. Wer an dem Orginalartikel interessiert ist, schreibe mir eine Mail an auchndepp@web.de und ich sende ihm eine Kopie)

Vor Gericht wegen Zündelei“ lautet die Überschrift und macht deutlich, dass nicht die Frau vor Gericht stand, sondern eigentlich der Junge.
Natürlich könnten jetzt einige einwenden, dass es sich hier um einen Erwachsenen handelt und der andere minderjährig wäre und der Erwachsene doch somit verantwortlicher. Diese übersehen aber, dass es sich hier um eine Frau handelt und auf der anderen Seite um das männliche Geschlecht. Eine Frau kann aber nicht verantwortlich gemacht werden, wenn es eine Alternative gibt und ich freue mich, dass das der Richter auch so sieht. Auch wenn eine Frau ihren Ehemann verprügelt fragt doch jeder vernünftig Denkende erst mal, womit hat dies der Mann wohl provoziert?

40jährige Frau und 9jähriger Junge? Da ist doch klar, dass das Geschlecht alles überwiegt. Wo kämen wir sonst hin, wenn wir Frauen für ernst nehmen und erwachsen halten würden. Eine Frau unterschreibt einen Vertrag? Natürlich darf sie das, alles andere wäre frauenfeindlich. Der Vertrag ist zu ihrem Ungunsten? Dann ist er ungültig und der Mann, der den schwachen Verstand der Frau ausnutzt, ist zu verurteilen.

Vergessen hat die Redaktion zu erwähnen, wo diese Frau Verkäuferin ist. Ich kenne da ein paar Kinder, die gerne etwas Spirituosen kaufen würden und die Frau ist jetzt doch sicher ermutigt, nicht mehr so genau hinzusehen. Die Kinder versprechen auch, die Spirituosen nicht fehlerhaft zu verwenden. Die Pläne der Regierung, Kinder als Testkäufer einzusetzen sind somit auch vom Tisch. Man müsste erst mit Mühe einen männlichen Verkäufer suchen, der auch wirklich verantwortlich zu machen ist. Notfalls täte es aber auch der Marktleiter.

Auch ist der Junge natürlich für den richtigen Gebrauch der Feuerwerkskörper verantwortlich. Es macht schließlich keinen Sinn, Feuerwerkskörper für Kinder zu verbieten. Im Gegenteil müssen sie geschult werden, richtig mit diesen umzugehen. Auch Waffengeschäfte kann es nicht zugemutet werden – jedenfalls nicht, wenn sie weibliche Verkäuferinnen haben – auf ein Geschäft zu verzichten, nur weil ein 9-jähriger vielleicht nicht richtig mit der Smith & Wesson umgehen kann. Die Zeiten, wo man mit Butterfly-Messer und Pfefferspray in der Schule noch punkten kann, sind vorbei. Unsere Gerichte sehen das richtig: die Jungs müssen ab Kindergartenalter in so etwas eingewiesen werden. Die Eltern sind schuld, die das nicht getan haben und darauf vertrauten, dass ihr Sohn so etwas nicht kaufen durfte. Ich hoffe, dass die Eltern jetzt endlich ihren Sohn im Waffengebrauch schulen.

Im Gegenteil wäre jetzt zu prüfen, ob nicht die Verkäuferin Schadenersatz von dem Jungen zu fordern hätte. Der ganze Schreck, die Vorverurteilungen durch Kinderfreunde und Frauenfeinde, die Traumatisierung durch die Verhandlung, die Kosten für die jahrelange therapeutische Betreuung, ist die Frau überhaupt noch arbeitsfähig?

In diesem Sinne ist dieses Urteil richtungsweisend. Der Richter hätte nur noch hinzufügen sollen, wie er geurteilt hätte, wenn der Käufer weiblich gewesen wäre. Denn hier wären dann zwei unschuldige Wesen aufeinander getroffen. Hoffentlich ist der Marktleiter wenigstens männlich.

Ihr Josef Auchndepp: http://auchndepp.blogspot.com

Freitag, 9. September 2011

Wenn die Lücke schrumpft

Sehr geehrte Frau Oestreich,

Software wurde und wird hauptsächlich von Männern gemacht. Dies gilt sicher auch für diese Software. Sollen sich Frauen von Männern bewerten lassen?
Wir dürfen uns hier nicht täuschen lassen, daß es „die“ Software heißt. Software ist patriarchal, genau so, wie die Mathematik. Daher kann Software ebenso wenig wie überhaupt die Mathematik keine Benachteiligung der Frau beweisen oder deren Gegenteil belegen. Sie ist als Instrument untauglich.

Hier wären Frauen gefragt, die ein anderes Instrument aufgrund matriarchaler Grundlagen entwickeln. Beispielsweise ist es doch viel wichtiger, ob Frauen sich benachteiligt FÜHLEN! Eine Umfrage also beispielsweise, um wie viel Prozent sich diese Frauen benachteiligt fühlen: 20%, 23%, 50%?
Oder die Frage, wie viel diese Frauen mehr verdienen möchten, um gegenwärtig gefühlte Diskriminierungen auszugleichen, oder gar die Diskriminierungen der vergangenen Jahrhunderte (dann sind die Prozentzahlen beispielsweise bis 70% ankreuzbar zu machen) – oder nicht zu vergessen die Benachteiligung der Frauen in Afghanistan oder Bangla Desh (dann sind die Prozentzahlen mindestens bis 100%, besser 200% anzukreuzen). Nur so kann auf matriarchaler Ebene eine tatsächlich Benachteiligung der Frau angegeben und entsprechend ausgeglichen werden. Wir sehen doch selbst, dass mit objektiven Kriterien (= patriarchalen Kriterien) hier nichts zu holen ist. Jedes Ändern dieser Software ist nur Kratzen am Lack. Ihr Vorschlag, die Software zugunsten von Frauen soweit abzuändern (oder eine neue zu entwickeln), bis endlich das gewünschte – letztlich GEFÜHLTE Ergebnis heraus kommt, greift daher zu kurz.

Entschuldigung, dass ich als Mann hier mangelnden Mut von Frauen bemängeln muss. Nachher stellt sich noch heraus, dass die ganze „23%-Story“ ins Wanken gerät. Sie wollen doch nicht feministische Hoheitsgebiete nur wegen objektiver (= männlicher) Kriterien in Frage stellen???

Zu befürchten ist natürlich, dass auch Sie persönlich aufgrund von Qualifikation, Überstunden und vielleicht Berufsjahren zu viel verdienen – im Gegensatz zur Dame, die ihr Büro putzt beispielsweise. Hier wäre natürlich Sorge zu tragen, dass dies so sein darf – zumindest so lange, bis jede Teilzeit arbeitende Frau ohne Schulausbildung schon bei Berufseinstieg so viel verdient, wie der 60 jährige Akademiker, der Überstunden und Wochenenddienste schiebt und seit 40 Jahren im Betrieb arbeitet. Schließlich hat die Frau womöglich eine Familie, um die sie sich kümmert oder arbeitet z.B. nächtens in der Disko daran, endlich eine gründen zu können. Auch dies muss honoriert werden! Denn auch nächtlicher Diskobesuch dient der künftigen Familie und gehört daher zur Doppelbelastung. Nicht zu vergessen der regelmäßige Schuhkauf oder das tägliche Schminken (welche moderne Frau hat schon ein Gesicht mit dem sie ungeschminkt einen Mann findet?), der Besuch des Nagelstudios, der Wellness“urlaub“. All dies gehört zur Doppelbelastung der Frau und ist vom Arbeitgeber auszugleichen und nicht nur – wie sie richtig schreiben – die berufliche Doppelbelastung. Sonst gehen die Geburten noch weiter zurück.

Gerne dürfen Sie meine Vorschläge in einem Ihrer nächsten Artikel zitieren.

Ihr Josef Auchndepp: http://auchndepp.blogspot.com